Zwillinge nicht zu stoppen

Auf den Spuren der Williams Schwestern? Erster und zweiter Platz für beide Charnyshovas bei den Juniorinnen U9 der Bezirksmeisterschaften des Tenniskreises Mittelhessen (v.l.)

Nach dem Gewinn der Kreismeisterschaften der Juniorinnen (Altersklasse U9) im Mai 2022 machen Valeria und Viktoria Charnyshova auch bei den »Bezirksmeisterschaften« am 16. Juni 2022 den Titel unter sich aus. Ein toller Erfolg für die jüngsten Nachwuchshoffnungen des TCN!

Ein größerer Teilnehmerkreis und eine stärkere Konkurrenz bildeten die Bühne für eine Aufführung in drei Akten. Eingeladen waren alle Erst- und Zweitplatzierten der vorangegangenen Kreismeisterschaften. Schauplatz waren erneut die Plätze des TC RW Gießen. Wegen des bereits sehr heißen Juniwetters wurden alle Sätze als Tiebreaks verkürzt. Zwei Gewinnsätze bis 10 und ein erforderlicher dritter Satz bis 7. Alles dies auf Kleinfeldern und mit altersgerechten Bällen.

Die insgesamt sieben Titelaspirantinnen wurden auf zwei Gruppen aufgeteilt. Im Modus „Jeder-gegen-jeden“ wurden die Gruppenersten ermittelt, die anschließend gegen die Zweitplatzierten der anderen Gruppe antreten mussten. Am Ende der Gruppenphase standen beide „Charnyshovas“ ungeschlagen ganz oben. Während Valeria (3er Gruppe) zwei Spiele hinter sich hatte, musste Viktoria (4er Gruppe) deren drei absolvieren. Eilig hatten es beide – allesamt glatte Zwei-Satz-Erfolge. Bevor die Zwillinge im Finale aufeinandertreffen sollten, waren noch die Halbfinale zu überwinden.

Konnte Viktoria ihr Halbfinale gegen Lara Abdo (TC Linden) glatt in zwei Sätzen gewinnen, schien Valeria ihr Halbfinale gegen Alexandra Justus (TV Marburg) frühzeitig zu verlieren. Nach einem Missverständnis des als Schiedsrichter eingesetzten Betreuers, wurde die Begegnung nach dem ersten Satz für beendet erklärt. Hier überraschte nicht nur die Differenz von nur einem Punkt, sondern auch der einzige Entscheidungssatz. Offizieller Endstand aus Valerias Sicht 9:10 und damit das Aus. Freute sich die eine Seite über das Weiterkommen, flossen auf der anderen Seite die Tränen wegen der verpassten Chancen. Aber die Tränen waren noch nicht getrocknet, da war die Fehlentscheidung bereits korrigiert und die Partie wurde fortgesetzt. Vielleicht hatte diese Unterbrechung auch ihr Gutes. Konzentration und Ehrgeiz schienen neu geweckt – und tatsächlich: Nach dem 0:1 Satzrückstand vermochte Valeria dem Spielverlauf eine Wendung zu geben und entschied den zweiten Satz knapp und den dritten deutlich für sich. Valeria folgte somit Viktoria ins Finale nach.

Auch wenn beide Schwestern gewöhnlich mit großer Freude miteinander spielen, war den jungen Akteuren hier anzumerken, dass ihnen die Punktezählerei „im direkten Vergleich“ nur wenig behagte. Mit gutem Zureden und einfühlsamen Worten konnte irgendwann ein langes Zwei-Satz-Drama – wenn auch ohne Katastrophe – zu einem Ende geführt werden. Spielerische Unterschiede waren in den beiden Sätzen weit weniger sichtbar als denn mehr Emotionen, die den Ausschlag gaben. In der Neuauflage des direkten Duells behält abermals Valeria das bessere Ende für sich und gewinnt damit den Bezirksmeistertitel. Der Verein gratuliert zum Meister- wie Vizemeistertitel ganz herzlich.

Erkenntnisse des Tages: Für neutrale Zuschauer, dass ein Vizetitel per se nicht schlechter zu bewerten ist. Für alle, dass es stets nur einen Sieger geben kann. Für die Jüngsten, dass dieses alles bereits sehr früh erfahren werden kann.

Text: Wolfgang Schleicher, Siegerfoto: Tanja Charnyshova


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Hessisches Menü

Wie lassen sich Tennisspieler auch ohne Tennisschläger auf die Anlage locken? Diese Frage stellte sich jüngst Vereinsspieler und ambitionierter Hobbykoch Carsten Richter und beantwortete sie gleich selbst: Was wäre besser geeignet als Essen und Trinken? Gefragt, getan!

Wo abends sonst von der Clubterrasse ein eher monotones Ping-Pong geschlagener Bälle zu hören ist, war am 10. Juni 2022 von den Tennisplätzen her ein dezentes Klappern von Messern und Gabeln zu vernehmen. „Serviert“ wurde auf der Anlage an diesem Abend dennoch, statt Bällen etwas Kulinarisches. „Punkte“ waren allenfalls für die persönliche Geschmacksnote zu vergeben.

Als Menü wurden angeboten: „Schweinelende mit karamellisierten Zwiebeln, Pilzen, hessischem Spargel und Salzkartoffeln“. Eine E-Mail-Einladung an alle Mitglieder hatte 15 Voranmeldungen ergeben, so dass alle erwartungsvoll an der aufgebauten Freilufttafel Platz nehmen konnten.

Unser Chefkoch hatte schon einiges zu Hause vorbereitet und alles andere pfannenfrisch vor Ort zubereitet, so dass jeder seinen gefüllten Teller umgehend entgegennehmen konnte. Zwischen 18 und 21 Uhr verließen insgesamt 19 Portionen die Clubhausküche.

Die Fleisch- und Gemüsequalität konnte man sehen und schmecken. Eine Sauce Hollandaise mit echten Eiern war nur eines der passenden Puzzleteile. Somit war es fast schon selbstverständlich, dass das Menü bei allen sehr gut ankam. Traumhaftes Wetter, musikalische Untermalung und eine gesellige Runde ließen kurz vor Mitternacht diesen stimmungsvollen Abend ausklingen. Zuvor konnte noch ein ordentliches Trinkgeld für die Jugendkasse eingesammelt werden.

Im Juli geht die Veranstaltung „TC Nidda kulinarisch“ in eine zweite Runde. Dann steht ein typisch saarländisches Gericht auf der Speisekarte. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Ganz sicher wird es wieder ein Menge Spaß und Unterhaltung auf der Anlage geben. Nicht wenige werden sich dieses Event bereits jetzt vorgemerkt haben. Eine Einladung an alle Mitglieder erfolgt zu gegebener Zeit.

PS: Ein Dank geht an alle, die unseren Chefkoch den gesamten Abend in seiner Arbeit unterstützt haben. Ob aufgebaut, serviert, gespült oder abgebaut.

Text: Carsten Richter & Wolfgang Schleicher, Bild: Werner Fröbel


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Kreismeisterschaften Jugend

Am 26. und 27. Mai 2022 fanden die diesjährigen Einzel-Kreis-Jugendmeisterschaften im Tenniskreis Gießen statt. Ausgetragen wurden diese auf den Plätzen des TC RW Gießen. In unterschiedlichen Altersklassen von U8 bis U12 durften die »Jüngsten« aus den umliegenden Vereinen ihre sportlichen Ambitionen unter Beweis stellen.

Zurück aus Gießen in Nidda – alle Akteure beider Tage. Marcus, Max, Sascha, Viktoria, Valeria, Asterios. Dahinter steht Vereinstrainer Dimitrios Gkasas

Der Niddaer Tennisclub hatte insgesamt sechs Nachwuchshoffnungen nominiert. Vier Jungen (1xU8, 2xU9, 1xU12) und zwei Mädchen (U9). Gespielt wurde zumeist in Dreier-Gruppen. Fürs Weiterkommen waren auf Kleinfeldern zwei verkürzte Gewinnsätze auszuspielen. Um die Kräfte zu schonen und die gegenseitigen Ballwechsel zu fördern, startete jeder Satz bei einem Spielstand von 2:2, und es wurde mit altersgerechten Bällen gespielt. Hilfestellung beim Zählen und beim Seitenwechsel gab es vom Spielfeldrand. Als Zuschauer auf der Terrasse durften die Eltern ihre Sprößlinge moralisch unterstützen. Wie zu beobachten war, herrschte auf den Plätzen eine faire Wettkampf-Atmosphäre.

Die von den Vereinen ins Rennen geschickten Spieler/innen boten interessante Ballwechsel, zeigten viel Ehrgeiz und überzeugten mit Ausdauer. Allenthalben war bereits viel Talent erkennbar, das am Ende mit Pokalen ausgezeichnet werden konnte.

In der jüngsten Altersklasse wurde noch ausschließlich im T-Feld und mit etwas größeren Tennisbällen gespielt. Hier belegte am ersten Tag Max Rozsa bei den U8m souverän den ersten Platz in einer größeren Gruppe. Dieser Erfolg sollte für den TCN nicht der letzte gewesen sein und es sollten weitere folgen.

Einen Tag später sicherte sich Valeria Charnyshova bei den U9w ebenfalls den ersten Platz. Im Finale behielt sie gegen ihre Schwester Viktoria in zwei knappen Tie-Breaks das „bessere“ Ende für sich. Endlose Ballwechsel und die eine oder andere vergossene Träne auf beiden Seiten zeugten von einem zuweilen emotionsgeladenen aber stets fairen Endspiel, welches deutlich mehr Unterbrechungen als nur die eine Satzpause hatte. Am Ende war die Welt wieder für alle in Ordnung.

Ebenfalls Erster wurde Asterios Gkasas bei den U12m bzw. U14m, der sich cool gegen seinen zwei Jahre älteren Gegner in zwei glatten Sätzen behaupten konnte. Da in seiner Altersklasse keine ausreichenden Meldungen vorlagen, „durfte“ er in der nächst älteren Klasse sein Können zeigen. Ab dieser Altersklasse wurde bereits reguläres Tennis (normales Spielfeld und Bälle) gespielt, während lediglich die verkürzten Sätze beibehalten wurden.

Zweiter wurde Marcus Knirr bei den U9m, der sich zuvor gegen den Drittplatzierten Sascha Charnyshou durchsetzte und im Finale gegen einen spielstarken Gegenüber gut mithielt sich aber letztlich geschlagen geben musste. Vielleicht trifft man sich nächstes Jahr wieder? Dann bei den U10m und vielleicht dann mit einem umgekehrten Ergebnis? Bis dahin wird fleißig trainiert – was für alle Niddaer Teilnehmer gilt. An dem Angebot im Verein scheitert es jedenfalls nicht.

Möglicherweise wird man von der einen oder anderen Nachwuchshoffnung zukünftig namentlich etwas hören, wenn es heißt, dass diese auf den Kreismeisterschaften als Vertreter des TCN ihre ersten Erfolge feiern konnten. Allen Siegern gratuliert der Verein recht herzlich.

Text + Bild: Wolfgang Schleicher


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Samstag – Nachmittag – Kreispokal.

Nach intensiven Sondierungen und Gesprächen geht dieses Jahr im »Kreispokal« eine neue Mannschaft an den Start und kämpft als zweites Damenteam für Nidda um Punkte.

Gerne etwas belächelt, steht der Kreispokal oftmals im Schatten von Teamtennis. Mitunter jedoch völlig zu Unrecht. Selbst wenn hier nicht die vordersten LK-Spieler antreten dürfen, so ist in den unbestimmten Altersjahrgängen von Anfängern über Freizeitspieler bis ehemaligen Turnierspielern alles anzutreffen. Etwas „buntgemischter“ und weniger „verbissen“ – um Punkte geht es dennoch.

Dreamteam startet in die Saison

Das Coreteam, bestehend aus sechs Spielerinnen, passt im Altersschnitt schon einmal gut zusammen. Die Basis bildet ein Mix aus Jungen, Neuen und teils Erfahrenen. Hierfür stehen namentlich: Anna, Eva, Franziska, Lara, Nina (MF) und Tanja. Neben der alphabetischen Reihenfolge wird sich die spielerische auch noch finden. Als “Springerinnen“ haben weitere Damen ihre Einwechselbereitschaft signalisiert. Eine Wildcard ist vergeben und das Transferfenster bleibt geöffnet. Keinesfalls sieht sich das Team als elitärer Kreis und freut sich über weitere spielerische Verstärkung.

Der Trainingstag ist fixiert, die Trainingsbälle bestellt, ein Zuspieler als Trainer und Motivator angeheuert, eine Spielführerin gewählt und für die Spieltage der Dresscode farblich bestimmt. Gespräche mit einem Teamsponsor sind zudem in der Schwebe. Jetzt geht es darum, für die Punktejagd in den insgesamt sechs Spielen zügig eine gute Auf- und Einstellung zu finden. An den Spieltagen aufschlagen werden immer mindestens zwei Damen. Nach zwei Einzeln und einem Doppel wird abgerechnet, gegessen und getrunken. Also Spiel- und Sitzplätze für insgesamt zwei bis vier Damen.

Sicherlich wird in der Premierensaison das eine oder andere Match verloren gehen. Das aber wird niemanden entmutigen, es sind schließlich nur Spiele! Und mit jeder neuen Partie und neuem Gegenüber verbessert sich das eigene Können. Geht am Ende das Team als Sieger vom Platz, ist auch die eigene Niederlage ganz schnell vergessen.

Nach ein bis zwei Jahren Trainingspraxis ist der Kreispokal für unsere neue Gruppe ganz sicher ein guter Einstieg. Und wie ein jeder selber weiß, ist Tennis oftmals Nervensache und es gewinnt nicht automatisch der bzw. die mit der besseren Spielveranlagung. Das Ablegen der Nervosität beim Ringen um Punkte gehört also ganz sicher zum mentalen Training.

Alles ist drin und alles ist möglich. ‚Drin‘ sein sollte auf jeden Fall der Spielspaß, denn der steht im Vordergrund. Alles andere reine Nebensache oder eben Nervensache.

Bleibt die Hoffnung, dass sich aus dem Kreis ein starkes Team entwickelt, und sich für neue tennis-ambitionierte Damen im Verein eine weitere Anlaufstelle auftut.

Wenn nächstes Jahr eine 4er Damenmannschaft gestellt werden kann, dann dürfte die Saison als 2er Team garantiert nicht schlecht gelaufen sein! Wir sind gespannt.

Text + Bild: Wolfgang Schleicher


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Saisoneröffnung und Kids Day

Am vergangenen Samstag eröffnete der Tennisclub Nidda offiziell seine Tennissaison mit einem Tag der offenen Tür. Auch wenn der Wettergott kein ideales Wetter bescherte, der Stimmung und dem Interesse der Mitglieder tat dies kein Abbruch. Los ging es am Morgen mit einer Schnupperstunde für tennisinteressierte Kinder. 25 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren fanden sich auf der Anlage ein, um unter Anleitung des Trainerteams die ersten Schwünge zu versuchen. „Wir waren überrascht von dem hohen Zuspruch und konnten direkt schon einige zukünftige Talente ausmachen“ resümiert Jugendwart Patrik Senn.

Nach dem Training gab es Hotdogs und Urkunden für alle Kinder und viel Interesse für die bald anfangenden Schnupperkurse. Der Club hat in den letzten Jahren seine Jugendarbeit deutlich intensiviert und bietet nun viele Möglichkeiten für Kinder den Tennissport zu erlernen.

Aber auch Erwachsene konnten unter professioneller Anleitung den Spaß am Tennis testen. Der Verein bietet dafür extra Schnuppermitgliedschaften an. Gegen Nachmittag, als dann das Wetter besser wurde, fanden sich viele Mitglieder ein, um in lockerer Atmosphäre in die Saison zu starten. Jung und alt, Neulinge und Mannschaftsspieler hatten zusammen auf dem Platz viel Spaß und genossen es, dass die gelbe Filzkugel nun endlich wieder unter freiem Himmel fliegen kann. Neben Leckereien vom Grill war auch ein Weintasting von Wein am Park aufgebaut, so dass es auch kulinarisch an nichts mangelte. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Bleibt zu hoffen, dass bis zum Wochenende wieder alle regeneriert haben, denn da starten bereits die ersten Punktspiele. Sowohl die aufgestiegenen Damen als auch die Herren 40 starten am Sonntag um 09:00 Uhr ihre Saison mit Heimspielen. Der TCN freut sich auch hier auf viele Besucher und tatkräftige Unterstützung.

Bild: Viele tennisinteressierte Kinder fanden sich zum Schnuppertraining auf der Anlage des TCN ein

Foto: Wolfgang Schleicher


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Arbeiten in Rekordzeit

Die offiziellen Arbeitseinsätze zur Vorbereitung der Saison gestalten sich beim TCN von Jahr zu Jahr reibungsloser. So verwundert es nicht, dass am 23. April 2022 einer dieser in Rekordtempo abgeschlossen wurde.

Die Basis hierfür bildet die alljährliche maschinelle Aufbereitung der Sandplätze durch eine Fachfirma, die den Mitgliedern – im Vergleich zu anderen Vereinen – letztendlich nur noch wenig körperliche Arbeit abverlangt. Das wissen insbesondere jene zu schätzen, die auch einmal in anderen Tennisvereinen mit Schaufel und Schubkarre zu tun hatten. Ganz sicher ein dickes Plus für den TC Nidda.

“Gewonnen“ haben inzwischen viele der freiwilligen Helfer an Routine, so dass vieles „Hand-in-Hand“ geht. “Verloren“ hingegen haben unsere Sponsoren. Das Aufhängen deren Werbebanner haben wir uns dieses Frühjahr schlichtweg erspart – überwinterten doch diese für alle Parkbesucher gut sichtbar an alter Stelle. Zeit und Arbeit gespart.

Apropos Arbeit: Einiges Sinnvolle war vorgezogen worden. So wurden die älteren Netzpfosten schön blank geschliffen, nur um sie noch etwas grüner anzustreichen. Auch die Platztüre bekam etwas graue “Bleifarbe” ab und glänzt jetzt wieder etwas mehr metallisch. Anderes, wie das Mähen der großflächigen Parkwiese sowie das Abhängen ergrauter Clubheimgardinen, sei nur am Rande erwähnt.

Während sich die einen um die Plätze kümmerten, bemühten sich die anderen um das Drumherum. So wurde auch das Clubheim einem Frühjahrsputz unterzogen. Fleißig Gläser poliert, ordentlich Staub gewischt, Schubladen sortiert, Kühlschränke ausgewischt und neu aufgefüllt. Die Parkplätze davor gesäubert und im Eingangsbereich viel Grünes ausgelichtet, so dass jetzt alle Mitglieder wieder den direkten Weg in eine Wohlfühloase finden.

So erklärt es sich schlussendlich, dass an diesem Samstag innerhalb von zweieinhalb Stunden alle Netze hingen, Spielerbänke samt Schiedsrichterstühle standen und Wasserschläuche angeschlossen waren. Nicht zu vergessen: Linienbesen, Scharrierhölzer und Schleppnetzte für eine ordentliche Platzpflege.

„Insbesondere zu Beginn bedürfen die Plätze ganz besonderer Pflege. Kleine Nachlässigkeiten wirken sich schnell negativ aus und hinterlassen auf den Plätzen lange ihre Spuren.“

Versäumt wurde es hingegen, auf den Plätzen die Ergebnistafeln aufzuhängen. Aber dafür bleiben noch zwei Wochen Zeit, denn ab dann beginnt das ‚Punktezählen‘ aller Mannschaften. Bis dahin erstrahlen womöglich auch alle Zuschauerbänke in einem neuen Weiß und sind rechtzeitig trocken, um als schaulustiger Wettkampfbesucher Platz zu nehmen.

Obwohl der Arbeitseinsatz flott beendet war, musste keiner der insgesamt 17 Malocher auf seine „Ent- bzw. Belohnung“ verzichten, die als kleiner Schnellimbiss mit heißer Wurst, Brötchen und Flaschengetränk gereicht wurde. Anschließend durfte die alte Arbeitskleidung aus- und eine schickere Tennisbekleidung übergezogen werden, um sodann die allerersten Freiluftschläge auf frischen Untergrund anzugehen.

Mit einem neuen Vorstand und frischen Ideen startet der Verein offiziell am 30. April 2022 ab 11 Uhr mit einem »Tag der offenen Tür« in die Saison. Vormittags wird es ein besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche geben, nachmittags eines für Erwachsene. Die Türen stehen offen, bitte durchgehen!

Herzlich willkommen beim TC Nidda!


PS: Gruppenbild Arbeitseinsatz 2019: etliche altbekannte Helfer (sechs) waren auch 2022 wieder dabei und werden es vermutlich auch 2023 wieder sein.
PPS: Ein detaillierter Artikel zur fachgerechten Platzinstandsetzung in Nidda samt interessanter Bilder findet sich an anderer Stelle.

Text: Wolfgang Schleicher, Archivbild: Werner Fröbel


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Haute Couture

Generalstabsmäßig vorbereitet starten alle Teams in die neue Saison. Jedenfalls dann, wenn man den neuen »Dress-Code« als Maßstab zugrunde legen möchte. Als frisch gebackene Aufsteiger gehen sowohl die Damen als auch die Herren30 und Herren40 die neue sportliche Herausforderung nicht nur spielerisch, sondern auch stylisch an – ohne die Herren als spielstärkstes Team außer Acht zu lassen.

Präsentieren werden sich die Teams bei ihren Spieltagsauftritten ab sofort einheitlich in neuen Trikots. Damit dürfte ihnen seitens aller Zuschauer während der ohnehin schon interessanten Wettkämpfe ein weiteres Plus an Aufmerksamkeit zuteil werden.

Auf Anregung des Herren-Mannschaftsspielers und neu gewählten Vorstandsmitglieds Patrik Senn, entschieden sich alle Teams individuell. Zur Anprobe lagen verschiedene Modelle und unterschiedliche Größen im Clubheim aus, so dass es bei einem jeden einzelnen später passen sollte.

Dominierend bei allen Teams zeigt sich der Grundton „Blau“; etwas heller bei den Damen, etwas dunkler bei den Herren. Dazu kommen aufgeflockte Vereinslettern für eine breite Brust mitsamt eines dezenten Firmenlogos. Hinsichtlich Tragekomfort und Qualität erweisen sich alle Modelle als leicht und strapazierfähig; eine gute Ausgangslage, um sich voll auf das eigene Spiel zu konzentrieren.

Apropos Logo:
Als i-Tüpfelchen legt das Unternehmen LINAK noch eine „Schippe“ an finanzieller Zugabe drauf und macht es somit noch leichter, sich in mannschaftlicher Geschlossenheit zu präsentieren.

Ob das professionelle Erscheinungsbild zu sportlicher Mehrleistung anspornen wird, erfahren wir erst am Ende der Saison. Hingegen wird die neue Bekleidung bereits am 8. Mail mit dem Start der Wettkämpfe im heimischen Kurpark zu sehen sein.

Text + Bild: Wolfgang Schleicher


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TC Nidda geht mit neu gewähltem Vorstand in die neue Tennissaison

Am Samstag, den 02.04. begrüßte der TC Nidda seine Mitglieder zur ordentlichen Jahreshauptversammlung im Clubheim in Bad Salzhausen. Der erste Vorsitzende Werner Stahlheber begrüßte die Teilnehmer und berichtete von einem äußerst erfolgreichem Jubiläumsjahr 2021, welches mit diversen Highlights, wie der 50 Jahr Feier, der dazu gehörigen Chronik und der Errichtung eines Gedenksteins im Verein glänzen konnte. Auch sportlich lief es für den TCN gut. Drei von fünf aktiven Mannschaften konnten Aufstiege in die nächsthöhere Liga verzeichnen und das Saisonhighlight, der LINAK Cup brachte hochklassiges Tennis in den Kurpark.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Jugendbereich. 36 Kinder und Jugendliche zählt der Verein mittlerweile wieder und geht in dieser Saison mit drei Jugendmannschaften und diversen Kindern, die am Kreis-und Bezirkstraining teilnehmen dürfen an den Start. Generell gab es in 2021 einen deutlichen Mitgliederzuwachs, was sicherlich auch an dem erweiterten Trainingsangebot für Einsteiger und Hobbyspieler lag. Auch finanziell steht der Verein auf soliden Füßen. Nach der Entlastung des alten Vorstands standen Neuwahlen an. Drei Amtsinhaber standen zur Wahl nicht mehr zur Verfügung, so dass diverse Positionen neu besetzt werden mussten.

Mit Sharon Becker wurde erstmals eine Frau an die Spitze des Vereins gewählt. Sie wird unterstützt vom neuen zweiten Vorsitzenden Christoph Messing, der in Personalunion das Amt des Pressewarts weiterführt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Werner Fröbel als Sportwart sowie Werner Hettler als Technischer Leiter. Neu im Vorstandsteam sind Patrik Senn, der die Ämter des Jugendwartes und Veranstaltungsleiters übernimmt, sowie Sebastian Meyer, der zukünftig als Schriftführer fungiert. Der Kurparkclub sieht sich so mit einem deutlich verjüngten Vorstand gut aufgestellt für die neue Saison, die offiziell am 30.04. mit einem Tag der offenen Tür sowie Schnuppertag für neue interessierte Kinder und Jugendliche startet.


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Ende einer Saison

Melancholie liegt in der Luft, die Sonne steht niedrig, das Laub fällt, die goldenen Herbstfarben verschwinden, und aufziehender Nebel hüllt den Kurpark ein.

Für viele Tennisspieler ist der Übergang vom Herbst in den Winter mit Wehmut verbunden. Bedeutet er doch „Abschied zu nehmen“ – Abschied von der alljährlichen Freiluftsaison. Dem können sich auch die Mitglieder des TC Nidda nicht entziehen.

Arbeit statt Party.

Dem offiziellen Saisonabschluss folgte, drei Wochen später, der weniger offizielle. Konnte zuvor jedoch noch ausgelassen gefeiert werden, galt es nun kräftig zu arbeiten. Mit einem letzten Arbeitseinsatz wurden von den Mitgliedern die Plätze abgeräumt und die Anlage winterfest gemacht.

Abräumen, wegräumen, umräumen – Gekommen um endgültig “Schluss” zu machen

Die am Morgen des 30. Oktober 2021 erschienenen 14 Freiwilligen packten hierzu, unter Aufsicht des technischen Leiters Werner Hettler, tatkräftig an. Fast schon routinemäßig ging es Hand in Hand, so dass nach unterbrechungsfreien 1,5 Stunden alle Arbeiten erledigt waren. Während einige Mitglieder noch Arbeitsstunden ableisteten, gaben zukünftige Mitglieder bereits ihre Visitenkarten ab und fassten ebenfalls an.

Zu den Arbeitsleistungen und deren Ergebnissen zählten:

(x) Netze abhängen, Schläuche einrollen, Bänke und Stühle wegtragen, Laub entsorgen.
-> Abgeräumt waren die Plätze <-
(x) Theke reinigen, Leergut wegräumen, Mobiliar einmotten.
-> Aufgeräumt war das Clubheim <-
(x) Parkplätze freifegen, Dachrinne reinigen, Sonnensegel einrollen, Liegebänke ins Trockene bringen, Blumen vor Frost schützen.
-> Winterfest war das Umfeld <-

Anders als in den Vorjahren verblieben dieses Mal die Sponsorenbanner an den Zäunen. Das mühsame Lösen der unzähligen Karabinerhaken konnte somit entfallen und bedeutete sowohl weniger Arbeit für die Mitglieder als auch fortan ganzjährig sichtbare Werbung für die Unternehmen.

Tabula rasa auf den Plätzen – Unwiderrufliches Ende der Freiluftsaison besiegelt

Da der Einsatz zügig beendet werden konnte, fiel der „Verzicht“ auf die versprochene Verpflegung weit weniger ins Gewicht. Als Ausgleich für den entgangenen Snack wurde dafür mehr Zeit an der Theke zugebracht. Der „Dienst an der Theke“ dürfte am Ende den vorherigen Arbeitsdienst zeitlich übertroffen haben.

Für die meisten Tennisspieler steht jetzt eine längere Pause an. Einige nutzen diese zur Regeneration, andere wechseln die Sportart, wieder andere tauschen Sonnenlicht gegen künstliches Licht ein und weichen in die Halle aus.

PS: Am Sonntag, den 12. Dezember findet auf der Anlage ein Adventsgrillen statt. Vielleicht zeigt sich dann ein schneebedeckter Kurpark als „Winter-Wonderland“? Also den Termin schon einmal vormerken!

Text + Bilder: Wolfgang Schleicher


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Herren40 – Abschluss

„Fußballgolf“ statt „Tennis“. So lautete am 16. Oktober 2021 der Auftakt zur Abschlussfeier der 40er Herrenmannschaft auf der Anlage am Wölfersheimer See. Zu leeren galt es eine gut gefüllte Mannschaftskasse sowie eine vom Verein gesponserte Bierkiste für den erreichten Saisonaufstieg.

Was bitte ist „Fußballgolf“?
Der Name sagt es: Eine Kombination aus Golf und Fußball und erinnert an Minigolf. Statt eines Schlägers kommt der eigene Fuß zum Einsatz. Ziel ist es, den eigenen Fußball mit möglichst wenigen Schüssen bzw. ‚Tritten‘ über einen Parcours ins Ziel bzw. ‚Loch‘ zu befördern.

Anders als beim Golf, war der Nachweis einer „Platzreife“ (Prüfung in Theorie+Praxis) vor Antritt nicht erforderlich. Dennoch wollten alle sechs Herren beweisen, dass die Geschicklichkeit des Tennisarms gleichfalls für das Fußgelenk gelten könnte.

Die Frage hätte ebenso lauten können: Ist eine „LK“ im Tennis tendenziell mit einem „Handicap“ im Golf vergleichbar? Und so viel sei schon jetzt verraten: sie ist es eher nicht.

Mit der Kiste Bier im Bollerwagen ging es auf die 18 Löcher-Tour. Unter warmer Oktobersonne und auf kurzgemähten Bahnen, eingerahmt von hohem Gras und Gestrüpp (Rough), waren alle Teilnehmer motiviert „ihr Bestes“ zu geben. Dem Letzten drohte Schmach und dem Ersten winkte Ruhm und Ehre. Zugegeben, ganz so verbissen ging es nicht zur Sache.

Weite Abschläge mit vollem Risiko oder eher sukzessive Annäherung an das Ziel? Die Strategien waren höchst unterschiedlich. Ob Spitzkick, Vollspann oder Innenseite – stets sollte der Ball möglichst weit und an den Hindernissen vorbeifliegen, um in Lochnähe liegen zu bleiben. Querschläger in die Pampa, Glückstreffer direkt ins Loch oder Totalversagen vorm Loch (bei 10 Versuchen wurde abgebrochen), es war alles dabei. Die Grenzen zwischen Staunen, Spott und Mitleid waren fließend und oftmals gut auf alle verteilt.

Es entwickelte sich ein munterer Wettkampf und es zeigte sich schnell, dass der eine oder andere besser beim Tennis aufgehoben ist. Zur ‚Halbzeit‘ (sprich Bahn Nr. 9) lagen Wolfgang, Werner F und Chris dicht beieinander. Ausgerechnet am letzten Loch versagten Chris die Nerven und Werner S nutzte seine Chance, um nach insgesamt drei Stunden mit auf das Podium zu steigen.

Schlussrechnung:
(1) Wolfgang – 74 Tritte,
(2) Werner F – 78 Tritte,
(3) Werner S – 85 Tritte.

Für Newcomer Wolfgang war es zugleich der Turniersieg (2 über Par). Ob’s an den extra mitgebrachten Schlappen lag, die umgehend nach Ende wegen Auflösungserscheinungen entsorgt werden mussten, bleibt offen.

Nach der Huldigung des Trios zog es die Herren – weiterhin gut zu Fuß – in eine nahegelegene Gaststätte, um dort den Abend bei rustikalem Essen und hochprozentigen Getränken ausklingen zu lassen. Ob Winterrunde, Tenniscamp oder Training – Gesprächsstoff gab es reichlich. Nur ein Wechsel von Tennis nach Golf war kein Thema.

Neuen Spielern gegenüber zeigt sich die Mannschaft (8 Stammspieler) stets aufgeschlossen, die 2022 als 4er Team in der Bezirksliga im Tenniskreis Mittelhessen antreten wird.

Text: Wolfgang Schleicher – Bilder: Andreas Fuchs, Karsten Klös, Werner Fröbel, Werner Stahlheber


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