Samstag – Nachmittag – Kreispokal.

Nach intensiven Sondierungen und Gesprächen geht dieses Jahr im »Kreispokal« eine neue Mannschaft an den Start und kämpft als zweites Damenteam für Nidda um Punkte.

Gerne etwas belächelt, steht der Kreispokal oftmals im Schatten von Teamtennis. Mitunter jedoch völlig zu Unrecht. Selbst wenn hier nicht die vordersten LK-Spieler antreten dürfen, so ist in den unbestimmten Altersjahrgängen von Anfängern über Freizeitspieler bis ehemaligen Turnierspielern alles anzutreffen. Etwas „buntgemischter“ und weniger „verbissen“ – um Punkte geht es dennoch.

Dreamteam startet in die Saison

Das Coreteam, bestehend aus sechs Spielerinnen, passt im Altersschnitt schon einmal gut zusammen. Die Basis bildet ein Mix aus Jungen, Neuen und teils Erfahrenen. Hierfür stehen namentlich: Anna, Eva, Franziska, Lara, Nina (MF) und Tanja. Neben der alphabetischen Reihenfolge wird sich die spielerische auch noch finden. Als “Springerinnen“ haben weitere Damen ihre Einwechselbereitschaft signalisiert. Eine Wildcard ist vergeben und das Transferfenster bleibt geöffnet. Keinesfalls sieht sich das Team als elitärer Kreis und freut sich über weitere spielerische Verstärkung.

Der Trainingstag ist fixiert, die Trainingsbälle bestellt, ein Zuspieler als Trainer und Motivator angeheuert, eine Spielführerin gewählt und für die Spieltage der Dresscode farblich bestimmt. Gespräche mit einem Teamsponsor sind zudem in der Schwebe. Jetzt geht es darum, für die Punktejagd in den insgesamt sechs Spielen zügig eine gute Auf- und Einstellung zu finden. An den Spieltagen aufschlagen werden immer mindestens zwei Damen. Nach zwei Einzeln und einem Doppel wird abgerechnet, gegessen und getrunken. Also Spiel- und Sitzplätze für insgesamt zwei bis vier Damen.

Sicherlich wird in der Premierensaison das eine oder andere Match verloren gehen. Das aber wird niemanden entmutigen, es sind schließlich nur Spiele! Und mit jeder neuen Partie und neuem Gegenüber verbessert sich das eigene Können. Geht am Ende das Team als Sieger vom Platz, ist auch die eigene Niederlage ganz schnell vergessen.

Nach ein bis zwei Jahren Trainingspraxis ist der Kreispokal für unsere neue Gruppe ganz sicher ein guter Einstieg. Und wie ein jeder selber weiß, ist Tennis oftmals Nervensache und es gewinnt nicht automatisch der bzw. die mit der besseren Spielveranlagung. Das Ablegen der Nervosität beim Ringen um Punkte gehört also ganz sicher zum mentalen Training.

Alles ist drin und alles ist möglich. ‚Drin‘ sein sollte auf jeden Fall der Spielspaß, denn der steht im Vordergrund. Alles andere reine Nebensache oder eben Nervensache.

Bleibt die Hoffnung, dass sich aus dem Kreis ein starkes Team entwickelt, und sich für neue tennis-ambitionierte Damen im Verein eine weitere Anlaufstelle auftut.

Wenn nächstes Jahr eine 4er Damenmannschaft gestellt werden kann, dann dürfte die Saison als 2er Team garantiert nicht schlecht gelaufen sein! Wir sind gespannt.

Text + Bild: Wolfgang Schleicher


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Saisoneröffnung und Kids Day

Am vergangenen Samstag eröffnete der Tennisclub Nidda offiziell seine Tennissaison mit einem Tag der offenen Tür. Auch wenn der Wettergott kein ideales Wetter bescherte, der Stimmung und dem Interesse der Mitglieder tat dies kein Abbruch. Los ging es am Morgen mit einer Schnupperstunde für tennisinteressierte Kinder. 25 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren fanden sich auf der Anlage ein, um unter Anleitung des Trainerteams die ersten Schwünge zu versuchen. „Wir waren überrascht von dem hohen Zuspruch und konnten direkt schon einige zukünftige Talente ausmachen“ resümiert Jugendwart Patrik Senn.

Nach dem Training gab es Hotdogs und Urkunden für alle Kinder und viel Interesse für die bald anfangenden Schnupperkurse. Der Club hat in den letzten Jahren seine Jugendarbeit deutlich intensiviert und bietet nun viele Möglichkeiten für Kinder den Tennissport zu erlernen.

Aber auch Erwachsene konnten unter professioneller Anleitung den Spaß am Tennis testen. Der Verein bietet dafür extra Schnuppermitgliedschaften an. Gegen Nachmittag, als dann das Wetter besser wurde, fanden sich viele Mitglieder ein, um in lockerer Atmosphäre in die Saison zu starten. Jung und alt, Neulinge und Mannschaftsspieler hatten zusammen auf dem Platz viel Spaß und genossen es, dass die gelbe Filzkugel nun endlich wieder unter freiem Himmel fliegen kann. Neben Leckereien vom Grill war auch ein Weintasting von Wein am Park aufgebaut, so dass es auch kulinarisch an nichts mangelte. Bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Bleibt zu hoffen, dass bis zum Wochenende wieder alle regeneriert haben, denn da starten bereits die ersten Punktspiele. Sowohl die aufgestiegenen Damen als auch die Herren 40 starten am Sonntag um 09:00 Uhr ihre Saison mit Heimspielen. Der TCN freut sich auch hier auf viele Besucher und tatkräftige Unterstützung.

Bild: Viele tennisinteressierte Kinder fanden sich zum Schnuppertraining auf der Anlage des TCN ein

Foto: Wolfgang Schleicher


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Arbeiten in Rekordzeit

Die offiziellen Arbeitseinsätze zur Vorbereitung der Saison gestalten sich beim TCN von Jahr zu Jahr reibungsloser. So verwundert es nicht, dass am 23. April 2022 einer dieser in Rekordtempo abgeschlossen wurde.

Die Basis hierfür bildet die alljährliche maschinelle Aufbereitung der Sandplätze durch eine Fachfirma, die den Mitgliedern – im Vergleich zu anderen Vereinen – letztendlich nur noch wenig körperliche Arbeit abverlangt. Das wissen insbesondere jene zu schätzen, die auch einmal in anderen Tennisvereinen mit Schaufel und Schubkarre zu tun hatten. Ganz sicher ein dickes Plus für den TC Nidda.

“Gewonnen“ haben inzwischen viele der freiwilligen Helfer an Routine, so dass vieles „Hand-in-Hand“ geht. “Verloren“ hingegen haben unsere Sponsoren. Das Aufhängen deren Werbebanner haben wir uns dieses Frühjahr schlichtweg erspart – überwinterten doch diese für alle Parkbesucher gut sichtbar an alter Stelle. Zeit und Arbeit gespart.

Apropos Arbeit: Einiges Sinnvolle war vorgezogen worden. So wurden die älteren Netzpfosten schön blank geschliffen, nur um sie noch etwas grüner anzustreichen. Auch die Platztüre bekam etwas graue “Bleifarbe” ab und glänzt jetzt wieder etwas mehr metallisch. Anderes, wie das Mähen der großflächigen Parkwiese sowie das Abhängen ergrauter Clubheimgardinen, sei nur am Rande erwähnt.

Während sich die einen um die Plätze kümmerten, bemühten sich die anderen um das Drumherum. So wurde auch das Clubheim einem Frühjahrsputz unterzogen. Fleißig Gläser poliert, ordentlich Staub gewischt, Schubladen sortiert, Kühlschränke ausgewischt und neu aufgefüllt. Die Parkplätze davor gesäubert und im Eingangsbereich viel Grünes ausgelichtet, so dass jetzt alle Mitglieder wieder den direkten Weg in eine Wohlfühloase finden.

So erklärt es sich schlussendlich, dass an diesem Samstag innerhalb von zweieinhalb Stunden alle Netze hingen, Spielerbänke samt Schiedsrichterstühle standen und Wasserschläuche angeschlossen waren. Nicht zu vergessen: Linienbesen, Scharrierhölzer und Schleppnetzte für eine ordentliche Platzpflege.

„Insbesondere zu Beginn bedürfen die Plätze ganz besonderer Pflege. Kleine Nachlässigkeiten wirken sich schnell negativ aus und hinterlassen auf den Plätzen lange ihre Spuren.“

Versäumt wurde es hingegen, auf den Plätzen die Ergebnistafeln aufzuhängen. Aber dafür bleiben noch zwei Wochen Zeit, denn ab dann beginnt das ‚Punktezählen‘ aller Mannschaften. Bis dahin erstrahlen womöglich auch alle Zuschauerbänke in einem neuen Weiß und sind rechtzeitig trocken, um als schaulustiger Wettkampfbesucher Platz zu nehmen.

Obwohl der Arbeitseinsatz flott beendet war, musste keiner der insgesamt 17 Malocher auf seine „Ent- bzw. Belohnung“ verzichten, die als kleiner Schnellimbiss mit heißer Wurst, Brötchen und Flaschengetränk gereicht wurde. Anschließend durfte die alte Arbeitskleidung aus- und eine schickere Tennisbekleidung übergezogen werden, um sodann die allerersten Freiluftschläge auf frischen Untergrund anzugehen.

Mit einem neuen Vorstand und frischen Ideen startet der Verein offiziell am 30. April 2022 ab 11 Uhr mit einem »Tag der offenen Tür« in die Saison. Vormittags wird es ein besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche geben, nachmittags eines für Erwachsene. Die Türen stehen offen, bitte durchgehen!

Herzlich willkommen beim TC Nidda!


PS: Gruppenbild Arbeitseinsatz 2019: etliche altbekannte Helfer (sechs) waren auch 2022 wieder dabei und werden es vermutlich auch 2023 wieder sein.
PPS: Ein detaillierter Artikel zur fachgerechten Platzinstandsetzung in Nidda samt interessanter Bilder findet sich an anderer Stelle.

Text: Wolfgang Schleicher, Archivbild: Werner Fröbel


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Haute Couture

Generalstabsmäßig vorbereitet starten alle Teams in die neue Saison. Jedenfalls dann, wenn man den neuen »Dress-Code« als Maßstab zugrunde legen möchte. Als frisch gebackene Aufsteiger gehen sowohl die Damen als auch die Herren30 und Herren40 die neue sportliche Herausforderung nicht nur spielerisch, sondern auch stylisch an – ohne die Herren als spielstärkstes Team außer Acht zu lassen.

Präsentieren werden sich die Teams bei ihren Spieltagsauftritten ab sofort einheitlich in neuen Trikots. Damit dürfte ihnen seitens aller Zuschauer während der ohnehin schon interessanten Wettkämpfe ein weiteres Plus an Aufmerksamkeit zuteil werden.

Auf Anregung des Herren-Mannschaftsspielers und neu gewählten Vorstandsmitglieds Patrik Senn, entschieden sich alle Teams individuell. Zur Anprobe lagen verschiedene Modelle und unterschiedliche Größen im Clubheim aus, so dass es bei einem jeden einzelnen später passen sollte.

Dominierend bei allen Teams zeigt sich der Grundton „Blau“; etwas heller bei den Damen, etwas dunkler bei den Herren. Dazu kommen aufgeflockte Vereinslettern für eine breite Brust mitsamt eines dezenten Firmenlogos. Hinsichtlich Tragekomfort und Qualität erweisen sich alle Modelle als leicht und strapazierfähig; eine gute Ausgangslage, um sich voll auf das eigene Spiel zu konzentrieren.

Apropos Logo:
Als i-Tüpfelchen legt das Unternehmen LINAK noch eine „Schippe“ an finanzieller Zugabe drauf und macht es somit noch leichter, sich in mannschaftlicher Geschlossenheit zu präsentieren.

Ob das professionelle Erscheinungsbild zu sportlicher Mehrleistung anspornen wird, erfahren wir erst am Ende der Saison. Hingegen wird die neue Bekleidung bereits am 8. Mail mit dem Start der Wettkämpfe im heimischen Kurpark zu sehen sein.

Text + Bild: Wolfgang Schleicher


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TC Nidda geht mit neu gewähltem Vorstand in die neue Tennissaison

Am Samstag, den 02.04. begrüßte der TC Nidda seine Mitglieder zur ordentlichen Jahreshauptversammlung im Clubheim in Bad Salzhausen. Der erste Vorsitzende Werner Stahlheber begrüßte die Teilnehmer und berichtete von einem äußerst erfolgreichem Jubiläumsjahr 2021, welches mit diversen Highlights, wie der 50 Jahr Feier, der dazu gehörigen Chronik und der Errichtung eines Gedenksteins im Verein glänzen konnte. Auch sportlich lief es für den TCN gut. Drei von fünf aktiven Mannschaften konnten Aufstiege in die nächsthöhere Liga verzeichnen und das Saisonhighlight, der LINAK Cup brachte hochklassiges Tennis in den Kurpark.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Jugendbereich. 36 Kinder und Jugendliche zählt der Verein mittlerweile wieder und geht in dieser Saison mit drei Jugendmannschaften und diversen Kindern, die am Kreis-und Bezirkstraining teilnehmen dürfen an den Start. Generell gab es in 2021 einen deutlichen Mitgliederzuwachs, was sicherlich auch an dem erweiterten Trainingsangebot für Einsteiger und Hobbyspieler lag. Auch finanziell steht der Verein auf soliden Füßen. Nach der Entlastung des alten Vorstands standen Neuwahlen an. Drei Amtsinhaber standen zur Wahl nicht mehr zur Verfügung, so dass diverse Positionen neu besetzt werden mussten.

Mit Sharon Becker wurde erstmals eine Frau an die Spitze des Vereins gewählt. Sie wird unterstützt vom neuen zweiten Vorsitzenden Christoph Messing, der in Personalunion das Amt des Pressewarts weiterführt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Werner Fröbel als Sportwart sowie Werner Hettler als Technischer Leiter. Neu im Vorstandsteam sind Patrik Senn, der die Ämter des Jugendwartes und Veranstaltungsleiters übernimmt, sowie Sebastian Meyer, der zukünftig als Schriftführer fungiert. Der Kurparkclub sieht sich so mit einem deutlich verjüngten Vorstand gut aufgestellt für die neue Saison, die offiziell am 30.04. mit einem Tag der offenen Tür sowie Schnuppertag für neue interessierte Kinder und Jugendliche startet.


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Ende einer Saison

Melancholie liegt in der Luft, die Sonne steht niedrig, das Laub fällt, die goldenen Herbstfarben verschwinden, und aufziehender Nebel hüllt den Kurpark ein.

Für viele Tennisspieler ist der Übergang vom Herbst in den Winter mit Wehmut verbunden. Bedeutet er doch „Abschied zu nehmen“ – Abschied von der alljährlichen Freiluftsaison. Dem können sich auch die Mitglieder des TC Nidda nicht entziehen.

Arbeit statt Party.

Dem offiziellen Saisonabschluss folgte, drei Wochen später, der weniger offizielle. Konnte zuvor jedoch noch ausgelassen gefeiert werden, galt es nun kräftig zu arbeiten. Mit einem letzten Arbeitseinsatz wurden von den Mitgliedern die Plätze abgeräumt und die Anlage winterfest gemacht.

Abräumen, wegräumen, umräumen – Gekommen um endgültig “Schluss” zu machen

Die am Morgen des 30. Oktober 2021 erschienenen 14 Freiwilligen packten hierzu, unter Aufsicht des technischen Leiters Werner Hettler, tatkräftig an. Fast schon routinemäßig ging es Hand in Hand, so dass nach unterbrechungsfreien 1,5 Stunden alle Arbeiten erledigt waren. Während einige Mitglieder noch Arbeitsstunden ableisteten, gaben zukünftige Mitglieder bereits ihre Visitenkarten ab und fassten ebenfalls an.

Zu den Arbeitsleistungen und deren Ergebnissen zählten:

(x) Netze abhängen, Schläuche einrollen, Bänke und Stühle wegtragen, Laub entsorgen.
-> Abgeräumt waren die Plätze <-
(x) Theke reinigen, Leergut wegräumen, Mobiliar einmotten.
-> Aufgeräumt war das Clubheim <-
(x) Parkplätze freifegen, Dachrinne reinigen, Sonnensegel einrollen, Liegebänke ins Trockene bringen, Blumen vor Frost schützen.
-> Winterfest war das Umfeld <-

Anders als in den Vorjahren verblieben dieses Mal die Sponsorenbanner an den Zäunen. Das mühsame Lösen der unzähligen Karabinerhaken konnte somit entfallen und bedeutete sowohl weniger Arbeit für die Mitglieder als auch fortan ganzjährig sichtbare Werbung für die Unternehmen.

Tabula rasa auf den Plätzen – Unwiderrufliches Ende der Freiluftsaison besiegelt

Da der Einsatz zügig beendet werden konnte, fiel der „Verzicht“ auf die versprochene Verpflegung weit weniger ins Gewicht. Als Ausgleich für den entgangenen Snack wurde dafür mehr Zeit an der Theke zugebracht. Der „Dienst an der Theke“ dürfte am Ende den vorherigen Arbeitsdienst zeitlich übertroffen haben.

Für die meisten Tennisspieler steht jetzt eine längere Pause an. Einige nutzen diese zur Regeneration, andere wechseln die Sportart, wieder andere tauschen Sonnenlicht gegen künstliches Licht ein und weichen in die Halle aus.

PS: Am Sonntag, den 12. Dezember findet auf der Anlage ein Adventsgrillen statt. Vielleicht zeigt sich dann ein schneebedeckter Kurpark als „Winter-Wonderland“? Also den Termin schon einmal vormerken!

Text + Bilder: Wolfgang Schleicher


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Herren40 – Abschluss

„Fußballgolf“ statt „Tennis“. So lautete am 16. Oktober 2021 der Auftakt zur Abschlussfeier der 40er Herrenmannschaft auf der Anlage am Wölfersheimer See. Zu leeren galt es eine gut gefüllte Mannschaftskasse sowie eine vom Verein gesponserte Bierkiste für den erreichten Saisonaufstieg.

Was bitte ist „Fußballgolf“?
Der Name sagt es: Eine Kombination aus Golf und Fußball und erinnert an Minigolf. Statt eines Schlägers kommt der eigene Fuß zum Einsatz. Ziel ist es, den eigenen Fußball mit möglichst wenigen Schüssen bzw. ‚Tritten‘ über einen Parcours ins Ziel bzw. ‚Loch‘ zu befördern.

Anders als beim Golf, war der Nachweis einer „Platzreife“ (Prüfung in Theorie+Praxis) vor Antritt nicht erforderlich. Dennoch wollten alle sechs Herren beweisen, dass die Geschicklichkeit des Tennisarms gleichfalls für das Fußgelenk gelten könnte.

Die Frage hätte ebenso lauten können: Ist eine „LK“ im Tennis tendenziell mit einem „Handicap“ im Golf vergleichbar? Und so viel sei schon jetzt verraten: sie ist es eher nicht.

Mit der Kiste Bier im Bollerwagen ging es auf die 18 Löcher-Tour. Unter warmer Oktobersonne und auf kurzgemähten Bahnen, eingerahmt von hohem Gras und Gestrüpp (Rough), waren alle Teilnehmer motiviert „ihr Bestes“ zu geben. Dem Letzten drohte Schmach und dem Ersten winkte Ruhm und Ehre. Zugegeben, ganz so verbissen ging es nicht zur Sache.

Weite Abschläge mit vollem Risiko oder eher sukzessive Annäherung an das Ziel? Die Strategien waren höchst unterschiedlich. Ob Spitzkick, Vollspann oder Innenseite – stets sollte der Ball möglichst weit und an den Hindernissen vorbeifliegen, um in Lochnähe liegen zu bleiben. Querschläger in die Pampa, Glückstreffer direkt ins Loch oder Totalversagen vorm Loch (bei 10 Versuchen wurde abgebrochen), es war alles dabei. Die Grenzen zwischen Staunen, Spott und Mitleid waren fließend und oftmals gut auf alle verteilt.

Es entwickelte sich ein munterer Wettkampf und es zeigte sich schnell, dass der eine oder andere besser beim Tennis aufgehoben ist. Zur ‚Halbzeit‘ (sprich Bahn Nr. 9) lagen Wolfgang, Werner F und Chris dicht beieinander. Ausgerechnet am letzten Loch versagten Chris die Nerven und Werner S nutzte seine Chance, um nach insgesamt drei Stunden mit auf das Podium zu steigen.

Schlussrechnung:
(1) Wolfgang – 74 Tritte,
(2) Werner F – 78 Tritte,
(3) Werner S – 85 Tritte.

Für Newcomer Wolfgang war es zugleich der Turniersieg (2 über Par). Ob’s an den extra mitgebrachten Schlappen lag, die umgehend nach Ende wegen Auflösungserscheinungen entsorgt werden mussten, bleibt offen.

Nach der Huldigung des Trios zog es die Herren – weiterhin gut zu Fuß – in eine nahegelegene Gaststätte, um dort den Abend bei rustikalem Essen und hochprozentigen Getränken ausklingen zu lassen. Ob Winterrunde, Tenniscamp oder Training – Gesprächsstoff gab es reichlich. Nur ein Wechsel von Tennis nach Golf war kein Thema.

Neuen Spielern gegenüber zeigt sich die Mannschaft (8 Stammspieler) stets aufgeschlossen, die 2022 als 4er Team in der Bezirksliga im Tenniskreis Mittelhessen antreten wird.

Text: Wolfgang Schleicher – Bilder: Andreas Fuchs, Karsten Klös, Werner Fröbel, Werner Stahlheber


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Überraschungsfeier zum Saisonabschluss

Am 10. Oktober 2021 wurde bei strahlendem Oktoberwetter das nahende Saisonende beim TCN eingeläutet, zumindest offiziell. Inoffiziell wird noch etwas weitergespielt, bevor in Kürze die Tennisanlage in den Winterschlaf versetzt wird.

Fels in der Brandung mit solider Jugendarbeit – Daumen hoch

Zuvor wurde noch einmal eine ordentliche Party gefeiert, Reden gehalten, Ehrungen ausgesprochen, Präsente verteilt und lockeres Tennis gespielt.

Nachdem gegen Mittag die ersten Mitglieder erschienen waren, um den offiziellen Teil der Veranstaltung erleben zu dürfen, waren am späten Nachmittag alle Grillwürste gegessen und das Bierfass geleert. Währenddessen waren alle Plätze belegt und die Zuschauertribühnen eng besetzt. Hört sich gut an und war es auch – so muss Clubleben gehen.

Aber der Reihe nach.

Terrasse als Kanzel – kurze Eröffnungspredigt vor der Gemeinde

Viele Sonnenstrahlen und angenehme Temperaturen boten die richtige Atmosphäre für Bier vom Fass und Fleisch vom Grill, um bei geselligem Zusammensein die Saison Revue passieren zu lassen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Vereinsmitglied Andreas Hössl, der gut gelaunt die Eingangsmoderation übernahm, um dann zügig das Wort an Werner Stahlheber zu übergeben. In seiner Ansprache bedankte sich der Vorsitzende bei allen Teilnehmern für das zahlreiche Erscheinen. Seinen besonderen Dank sprach er allen diesjährigen Helfern aus, denn ‚Arbeit hätte es im Jubiläumsjahr reichlich gegeben‘. Hervorgehoben wurde noch einmal das Redaktionsteam der Festschrift ’50 Jahre am Ball‘ – nicht ohne die vielen anderen Helfer zu vergessen.

Folgten dem Vorsitzenden bei seiner ‚Enthüllungsrede‘ – zuhören, zusehen, staunen

„Im sportlichen Bereich habe der Verein einiges bewegen können. Beleg dafür seien drei Aufstiege der Mannschaften im Erwachsenenbereich. Mit einer neu formierten Damenmannschaft, die sich eindrucksvoll in die höhere Liga vorgespielt habe, hätten dieser auch die älteren Herrenmannschaften nicht nachgestanden. Gleiches Ergebnis gelte für die Herren30, die in ihrer Premieren-Saison eine Punktlandung hingelegt hätten. Schließlich sei auch den Herren40, nach ein paar Jahren der Durststrecke, der Aufstieg gelungen. Alle Aufsteiger spielten somit zukünftig in der Bezirksliga und böten somit bei Heimspielen im Kurpark attraktives Tennis. Nicht zu vergessen seien die Herren50, sowie die Herren, die ebenfalls die Fahnen hoch gehalten hätten. Sportliches Aushängeschild seien weiterhin die Herren, die als einziges 6er Team oberhalb der Bezirksliga spielten.“

Aufsteiger wurden belohnt – jeweils eine Kiste pro Team

‚Ohne Heute und Morgen kein Übermorgen.‘ „Deshalb fördere der Verein eine intensive Jugendarbeit, während für Erwachsene erstmals kostenlose Einsteigerkurse angeboten worden seien. Insgesamt seien die Aussichten positiv und der Verein bewege sich in die richtige Richtung. Der Mitgliederzuwachs spreche hier eine deutliche Sprache. Gleichzeitig wurde an das Engagement aller Vereinsmitglieder appelliert: ‚Ein Sport, viele Aufgaben‘. Der Verein lebe vom Mitmachen vieler.“

Unbekanntes Christo Projekt vorgestellt – Vorsitzender lüftet das Geheimnis

Zu guter Letzt wartete auf alle noch eine Überraschung. Im Eingangsbereich wurde ein bis dato unter Stoffen und Seilen verhüllter Gegenstand à la ‚Christo‘ enthüllt. Ans Licht kam ein – nicht gerade kleiner – Gedenkstein zur Vereinsgründung. Der von Andreas Hössl gestiftete hellgraue Basaltstein, geziert mit goldenen Vereinslettern und Tennisemblem, soll fortan an die Aufbruchszeit jener Tage erinnern. Der formelle Teil war damit beendet und der gesellige eröffnet. Bedeutete: Es durfte gegessen, getrunken und gespielt werden – und das alles an diesem Tag kostenlos.

Fazit:

Ein ereignisreiches Tennisjahr geht zu Ende, und fast ist man geneigt zu behaupten, der Verein sei in seinem 50. Jubiläumsjahr nicht aus dem Feiern rausgekommen. Jedenfalls wird es auch im 51. Vereinsjahr wieder heißen „Neue Saison – neues Glück“ und gilt für Freizeit- und Mannschaftsspieler gleichermaßen. Die Anlässe zum Feiern werden dann hoffentlich nicht weniger.

Vereinsname & Gründungsjahr – für die Zukunft in Stein gemeißelt

Text: Wolfgang Schleicher Bilder: Wolfgang Schleicher, Werner Stahlheber


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TC Nidda feiert 50 jähriges Jubiläum mit einem rauschenden Fest
Festschrift zur Feier

Die Gründung des Tennisclub Nidda mit seiner herrlichen Anlage im Niddaer Stadtteil Bad Salzhausen jährt sich in diesen Tagen das fünfzigste Mal. Zu diesem Anlass hatte der Club am Samstag, den 28.08. zu einem großen Jubiläumsfest geladen.

Neben Vertretern aus der Politik und den Sportverbänden waren ebenso Mitglieder befreundeter Vereine und natürlich die eigenen Mitglieder sowie langjährige Weggefährten des Clubs geladen. Gefeiert wurde auf dem Außengelände des TCN, welches vom Festausschuss liebevoll mit Pavillons, Stehtischen, Loungesesseln und toller Dekoration in Szene gesetzt wurde.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Niddas Ikone Andreas „Adi“ Hössl. Der erste Vorsitzende Werner Stahlheber unternahm in seiner Rede einen Streifzug durch die 50-jährige Clubgeschichte. Von der Gründung im Jahre 1971, über die Erweiterung der Anlage in den 80ern, gefolgt von dem Tennis-Boom durch Boris Becker und Steffi Graf in den frühen 90ern gab es viele Höhepunkte. Aber wie viele andere Tennisvereine in Deutschland auch hatte der TCN mit Mitgliederschwund Anfang der 2000er zu kämpfen. „In den letzten Jahren hat es der Verein kontinuierlich geschafft, sich zu modernisieren und blickt heute mit einer stabil wachsenden Mitgliederstruktur positiv in die Zukunft. Besonders erfreulich ist, dass der Verein in fast allen Altersklassen Mannschaften stellen kann und vor allem, dass wir es geschafft haben, mittlerweile wieder fast 30 Kinder im regelmäßigen Training zu integrieren.“ resümierte Stahlheber in seiner Ansprache.

Danach überbrachten Bürgermeister Hans-Peter Seum und andere sportliche Gratulanten dem TCN ihre Glückwünsche. Das Fest wurde außerdem genutzt, um langjährige Mitglieder für Ihre Treue zum Verein zu ehren. Sehr großer Beliebtheit erfreute sich das Jubiläumsmagazin „50 Jahre am Ball“, welches ein extra ins Leben gerufenes Redaktionsteam in mühevoller Detailarbeit erstellt hat. Hier konnten sich viele der etwa 150 Gäste in Bild und Text wiederfinden und die ein oder andere Anekdote aus der Vergangenheit dazu erzählen.

Nach dem offiziellem Teil der Festreden übernahm Tom Stryder & Band die Bühne und brachte stimmungsvolle Musik für einen ausgelassenen Abend mit. Ein eigens aufgestellter Getränkewagen sowie ein Grillbuffet der Metzgerei Fischer sorgte dafür, dass die Gäste gut verköstigt wurden.

Auch der später am Abend einsetzende Regen konnte die Stimmung nicht trüben, vor allem die jüngeren Mitglieder feierten vergnügt bis tief in die Nacht. Der TCN blickt so auf eine gelungene Veranstaltung zurück, die durchgängig von allen Beteiligten für die detaillierte Organisation und tolle Durchführung gelobt wurde.


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Doppelturnier 2021 – spielen, essen, trinken und Spaß haben

Sport plus Essen… passen oftmals sehr gut zusammen. Gehört doch zum Abschluss eines jeden Tennisspiels ein kühles Getränk – mitunter auch ein kleiner Snack – um den Flüssigkeits- und Kalorienverlust auszugleichen.

Tennis- und Kochkunst Diese Kombination verfolgte am sommerlichen Abend des 20. August 2021 Carsten Richter, aktiver Spieler der 40er Herrenmannschaft und ambitionierter Hobbykoch. Seine saarländischen Kochwurzeln demonstrierte er bereits des öfteren bei der Verköstigung der Heimmannschaft. Traditionell reichhaltige Kost – einstmals noch Energielieferant für eine arbeitsintensive Industrie- und Landwirtschaft in der Region; heute eher angesagt für verbrauchte Punktspielkalorien. So ändern sich die Zeiten.

Ankündigung von Brot und Spiele Ursprünglich als Idee für den eigenen Mannschaftskreis ersonnen, wuchs der Bekanntheitsgrad dieses „Angebots“ über Mund-zu-Mund-Propaganda stetig. Insofern war eine vorherige Anmeldung ratsam, um nach dem Spielende auf den Plätzen auch an der Essenstafel Platz zu finden. Von einer No-show-Gebühr wurde großzügig abgesehen.

Gästeliste und Menüfolge Das Interesse am Playing & Public Cooking war groß, folgerichtig war die Kapazitätsgrenze der Teilnehmer bzw. Esser schnell erreicht. Kochen für viele – aus Sicht eines Einzelnen ein echter Kraftakt und bisweilen eine echte Grenzerfahrung. So blieb in der Vereinsküche keine Herdplatte ungenutzt, und die allergrößten Töpfe waren gerade noch groß genug, um die zuvor vorgekochte Essensmenge auf Temperatur zu bringen. Wie im Vorfeld offeriert, gab es »Chili con Carne« – 16 große Portionen und natürlich selbstgemacht. Dazu passte eine Kiste Bier voller Desperados und zu fortgeschrittener Stunde – für Hartgesottene – Rum mit Cola und Limette. Volles Programm und das völlig kostenlos.

Kulinarische Bewertung Was soll man sagen? „Kein Dosenfutter vom Discounter!“ Im Gegenteil: Etwas für Feinschmecker! Die aufgetischte Eigenkreation konnte durchweg überzeugen. Die nötige Schärfe vorhanden aber nicht dominant, die Fleischqualität hoch und die Anteile von Bohnen, Mais und Paprika stimmig. Die Gewürzmischung aus Zwiebeln, Knoblauch, Pfeffer – und selbstverständlich Chili – rundete das Gericht geschmacklich ab. „Sterne?“, „Punkte?“ oder „Mützen?“ – gutes Essen geht auch ohne! Keine ‚Haute Cuisine‘ dafür ‚Hausmannskost für Feinschmecker‘. Leider war die Rezeptur nicht zu erfahren; getreu dem Motto: „Kein guter Koch verrät sein Rezept.“ Schade!

Erst das Spiel, dann der Genuß Vor Eröffnung der Tafelrunde waren ein paar Runden Tennis zu absolvieren, schließlich war das Event als Doppelturnier betitelt. Von Herren bis Herren50 waren alle Altersklassen vertreten – einziger Wermutstropfen war die fehlende Damenkonkurrenz für ein durchgehendes Mixed. Dabei musste sich das einzige Mixed-Paar keineswegs verstecken. Wer innerhalb der Herrenriegen von einem Selbstläufer träumte, sah sich schwer getäuscht. Der Sieg der gemischten Formation über den späteren Zweitplatzierten war dafür nur ein Beleg.

Ob jetzt gemischt oder uniform: Anreize zum Spielen gab es genug.

Gelost wurden die zehn aktiven Teilnehmer zu fünf Doppelpaaren, die fortan fest zusammenspielten. Ausgespielt wurde ein verkürzter Satz bis fünf. Bei 4:4 musste der Tiebreak entscheiden. Nachdem jeder gegen jeden gespielt hatte, stand nach drei Stunden und aufkommender Dämmerung das Ergebnis fest. Die drei „Besten“ erhielten als Trophäen eigens signierte Pokale im handlichen Format.

Eins, Zwei oder Drei – knappe Ergebnisse nach knappen Spielverläufen

1. Karsten Klös & Eric Täufling 2. Klaus-Peter Birner & Werner Fröbel 3. Carsten Richter & Wolfgang Schleicher

Zusammen spielten außerdem: Jan Olaf Hess & Patrik Senn sowie Carina Fritz & Lutz Magnus

Hatte alles im Griff – Chefkoch und Organisator in Personalunion
Tequila Bier und kubanischer Rum – passende Getränke zum Essen

Fortuna hatte bei der Zulosung einen guten Mix getroffen, die Begegnungen waren überwiegend ausgeglichen. Nicht einmal die Erstplatzierten behielten ihre weiße Weste – Flecken waren angesagt. Gut so. Frischer Wind auf den Feldern und ein ordentlicher Getränkeumsatz in der Vereinskasse. Zwei positive Effekte und somit ein Gewinn für alle.

Insgesamt war es ein toller Abend für alle Beteiligten. Diejenigen, die ihre kostenlosen Tickets nicht einlösen konnten, haben etwas verpasst – spielerisch, kulinarisch wie auch einiges sonst.

Dass diese Veranstaltung auf die spontane Eigeninitiative eines einzelnen Mitglieds zurückging, ist bemerkenswert wie beispielhaft zugleich. Was wieder einmal beweist, dass Impulse für ein aktives Vereinsleben nicht immer nur von der Vereinsführung ausgehen müssen.

Belohnte sich am Ende auch selbst – in der Küche wie auf dem Feld eine tolle Leistung

Teilnehmer wie Verein bedanken sich herzlich und hoffen auf kreative Nachahmer.

Text & Bilder: Wolfgang Schleicher


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